Themen: Kultur, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Die Berner Sängerin Leila Surkovic thematisiert den Druck und die Einsamkeit, die sie mit ihrer Musikkarriere verbindet. Obwohl ihr Label ihr kreative Freiheit lasse, stehe sie unter Erwartungsdruck und frage sich, wie sich angesichts geringer Einnahmen pro Stream von Musik leben lasse. Von Künstlerinnen und Künstlern werde zudem erwartet, sich auf Instagram zu vermarkten und Trends mitzumachen; Surkovic will sich dabei nicht verstellen. Der Song «Too Tired» handelt von Selbstzweifeln und Leistungsdruck. Surkovic sagt, ihre Entscheidung für die Musik habe sie von ihrem bisherigen Umfeld entfernt, weil spontane Treffen seltener würden. Ihr Album über das seltsame Alter der Zwanziger verbindet Melancholie mit Tanzbarkeit und greift auch Veränderungen im Freundeskreis auf. Sie pendelt zwischen New York, Bern und Sarajevo und fühlt sich oft nicht ganz zuhause. Nach ihrem ersten Konzert in Sarajevo, ihrer Zweitheimat, will sie ihr Album am 11. Dezember im Dachstock der Berner Reitschule taufen.