Themen: CH-Politik, Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Joëlle Gautier kandidiert bei den Regierungsratswahlen vom 4. Oktober im Kanton Zug für die GLP. Die 40-jährige Kantonsrätin arbeitet in der Finanzbranche an Digitalisierung und Regulierung mit Fokus Schweiz und führt mit ihrem Mann ein Boutique-Weingut im Kanton Aargau. Als gebürtige Bernerin sei sie nicht im traditionellen Zuger Netzwerk aufgewachsen und wolle einen unvoreingenommenen Blick auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gemeinden einbringen. Gautier positioniert sich als bürgerlich-liberale Alternative zu den erneut kandidierenden bisherigen Regierungsräten und zu den zwei Kandidaturen aus dem linken Lager. Bei Problemen wie dem Wohnen sieht sie zwar Überschneidungen mit linken Parteien, setzt aber auf Anreize: Bauen müsse einfacher und schneller werden, ohne Marktmechanismen auszuhebeln. Für die Zuger Verwaltung fordert sie stärker datenbasierte Arbeit und messbare Ziele, etwa bei Mobilität, Quartiererschliessung sowie Wohn- und Bürobedarf. Digitalisierung müsse direktionübergreifend behandelt werden. Sie traut sich Finanz- und Volkswirtschaftsdirektion zu, will sich aber nicht auf ein Departement festlegen.