Themen: Gesellschaft, Gleichstellung, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Romandie
Emilie arbeitete als Sozialpädagogin in der Romandie und wollte ursprünglich beruflich Verantwortung übernehmen. Nach der Geburt ihres Sohnes veränderte sich ihre Situation jedoch grundlegend. Die unregelmässigen Arbeitszeiten erschwerten den Alltag, und ihre neuen Grenzen gegenüber der Arbeit stiessen nach ihrer Darstellung auf wenig Verständnis. Zudem wurde ihr vermittelt, sie sei nun in erster Linie Mutter. Emilie fühlte sich in ihrem Beruf nicht mehr wohl und wollte zugleich mehr Zeit mit ihrem Sohn verbringen. Sie empfand sich am Arbeitsplatz als ersetzbar, nicht aber in ihrer Rolle als Mutter. Gemeinsam mit ihrem Partner entschied sie, dass er weiterhin voll arbeiten und sie kündigen würde. Seither hat sie sich beruflich neu orientiert und mehrere kleine Teilzeitstellen im Dienstleistungsbereich übernommen. Die neue Aufteilung entspricht ihrem Wunsch nach Familienzeit, bleibt finanziell aber schwierig, weil ein Kind hohe Kosten verursacht.