Themen: Gesellschaft, Kultur/Feuilleton, Krieg&Frieden
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH, International, Europa
Ein Baselbieter FDP-Landrat kritisiert Haltungen, mit denen Jüdinnen und Juden in der Schweiz konfrontiert seien: Gleichgültigkeit, Feindseligkeit, Relativierungen von Antisemitismus und die Erwartung, sich wegen des Kriegs im Nahen Osten nicht sichtbar zu zeigen. Jüdisches Leben müsse selbstverständlich und lebendig im öffentlichen Raum stattfinden. Als Beispiele nennt er Deutschland. Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin habe der PFLP-Aktivist Ibrahim Ibrahim an einer Feier teilgenommen; bei einer Gaza-Demonstration im Oktober 2025 habe dieser den von Israel getöteten Hamas-Führer Yahya Sinwar als Märtyrerhelden gewürdigt. Der Autor verbindet dies mit der Unsicherheit von Jüdinnen und Juden in Kreuzberg und Neukölln und kritisiert zudem einen Ruf nach Kürzung der Polizeifinanzierung. In Heidenau beanstandet er den Beschluss, keine weiteren Stolpersteine für Holocaust-Opfer zu setzen und stattdessen eine allgemeine Gedenkfläche auf einem Friedhof einzurichten. Dies verwische die Erinnerung an den Holocaust.