Themen: CH-Politik, Umwelt, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Winterthurer Stimmberechtigten haben Gestaltungsplan und Zonenplanänderungen für die ARA Hard mit 78,6 Prozent angenommen und das Referendum der IG Fruchtfolgeflächen deutlich verworfen. Der Zusammenschluss von Winterthurer Landwirtinnen und Landwirten wollte eine Aufforstung auf wertvollem Landwirtschaftsland verhindern und argumentierte mit Ernährungssicherheit. Selbst in Wülflingen, das vom vorgesehenen Naherholungsgebiet besonders profitieren soll, stimmten 68 Prozent der Vorlage zu; im Kreis Altstadt lag die Zustimmung bei 86 Prozent. Bauvorsteherin Christa Meier wertete das Ergebnis als Bestätigung für den Ausbau, dessen Kredit von 276 Millionen Franken bereits im Juni mit über 90 Prozent angenommen worden war. Für einen betroffenen Betrieb bedeute der Verlust von drei Hektaren jedoch einen existenziellen Einschnitt, erklärte SVP-Stadtparlamentarier und Landwirt Jan Ehrbar. Nach der kantonalen Prüfung und dem Baugesuch kann der erste Ausbauschritt beginnen. Die Ersatzaufforstung ist für 2029 bis 2031 geplant.