Themen: CH-Politik, Umwelt, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Erich Willi von der IG Westtangente Plus wirft dem Kanton Zürich vor, Lärmschutzmassnahmen an der Rosengartenachse zu verhindern. Die Stadt Zürich habe zwei Fussgängerübergänge als Sofortmassnahme projektiert, nachdem das Quartier ursprünglich vier gefordert hatte. Der Kanton verweigere jedoch die Bewilligung und wolle zuerst ein Gesamtkonzept für die Westtangente sehen. Auch Tempo-30-Vorhaben würden bis dahin nicht behandelt. Willi hält diese Blockade für rechtlich nicht haltbar und verweist auf die Lärmschutzgesetzgebung des Bundes sowie die Rechtsprechung des Bundesgerichts. Nach seiner Darstellung hätte die Stadt Tempo 30 direkt in ein neues Lärmsanierungsprojekt aufnehmen können, statt zuvor beim Kanton anzufragen. Die IG machte den Konflikt mit einer Kundgebung und einem offenen Brief publik, den rund 800 Personen unterzeichnet haben. Willi kritisiert zudem die kantonale Bilanz ausserhalb von Zürich und Winterthur: Laut einem Regierungsratsbericht von 2023 seien für weniger als zehn Prozent der lärmbelasteten Menschen Sanierungsmassnahmen umgesetzt worden.