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Kultur und Hitze: Die Welt in scharf

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Kultur und Hitze: Die Welt in scharf

Themen: Kultur/Feuilleton, Klima&Energie, Ungleichheit

Regionen: International, Europa

Frankfurt erlebt während einer europäischen Hitzewelle extreme Temperaturen. Im Städel Museum suchen Besucher:innen in klimatisierten Ausstellungsräumen Schutz; die Schau «Monets Küste» eröffnet mit Meeresbildern zumindest eine imaginäre Flucht aus der Hitze. Draussen führt der Weg durch einen stark versiegelten Stadtraum: Der Main gilt nicht als Badegewässer, Brunnen im Bahnhofsviertel liefern weder Trinkwasser noch spürbare Kühlung, und verbrannte Grünflächen bieten nur wenig Schatten. Besonders Obdachlose und Drogenkonsumierende sind der Belastung ausgesetzt, während Hochhäuser und Asphalt zusätzlich Hitze abstrahlen. Klimatisierte Restaurants und Geschäfte trennen die Menschen räumlich und visuell vom heissen öffentlichen Raum. Dadurch treten Privilegien und Ungleichheiten deutlich hervor. Behördenempfehlungen wie Wassertrinken wirken angesichts der Lage ähnlich hilflos wie frühere Pandemiehinweise. Auch der ungekühlte, von Ausfällen geprägte Hauptbahnhof erscheint als Sinnbild einer überhitzten Stadt.

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