Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Zurich Film Festival meldet für seine 22. Ausgabe erneut 135’000 Eintritte. Während reguläre Tickets 27 Franken kosten, sind Gala-, Premium- und Spezialvorführungen deutlich teurer; der Festivalpass stieg von 380 auf 590 Franken. Im Wettbewerb gewinnen Pierre le Galls «Flesh and Fuel» und Pete Mullers Dokumentarfilm «Bucks Harbor» das Goldene Auge. Besprochen werden Jesse Eisenbergs Musical-Satire «The Debut», Anton Corbijns raffiniertes Patricia-Highsmith-Spiel «A Talent for Murder» und Andy Garcías Noir-Hommage «Diamond». Eindringlicher wirken Filme über Demenz in «Queen at Sea», die Folgen einer von einem Kind beobachteten Vergewaltigung in «Josephine» und eine belastete Kindheit im chinesischen «A Girl Unknown». Mauro Müllers «111 – Echoes from Halifax» nähert sich dem Swissair-Absturz von 1998 über Angehörige und eine Care-Team-Mitarbeiterin. Weitere Filme behandeln den Ukrainekrieg, ukrainische Geflüchtete und laut anonymisierten israelischen Informanten die militärische Praxis in Gaza. Mit Michel Soutters «La Lune avec les dents» wird zudem ein Schweizer Film von 1966 restauriert präsentiert.