Themen: Wirtschaft/Finanzen, KI/Digital
Regionen: International, Nordamerika, Europa
US-Aktienindizes werden seit drei Jahren vor allem von wenigen grossen Technologieunternehmen mit KI-Bezug getragen. Die zehn stärksten Titel steuerten 2023 und 2024 rund 60 Prozent zum Anstieg des S&P 500 bei; in den ersten sieben Monaten 2026 lag ihr Anteil erneut nahe bei sechs Zehnteln. Passive Indexfonds bedeuten damit faktisch eine starke KI-Position. Als mögliche Alternative gelten kleine börsenkotierte Unternehmen. Globale Small Caps weisen gegenüber grossen US-Titeln tiefere Bewertungsmultiplikatoren auf; europäische Small Caps kosten laut Vanguard 13,8-mal die erwarteten Gewinne. Sie sind jedoch in Krisen besonders schwankungsanfällig, und kleine US-Unternehmen sind mit mehr als dem 25-Fachen erwarteter Gewinne teurer als der S&P 500. Viele schreiben Verluste und etliche liefern Infrastruktur für Rechenzentren. Small Caps schützen daher nicht zwingend vor KI-Risiken oder allgemeinen Börsenverlusten. In der Schweiz nutzen 35 Prozent der Anleger ETF; bei Frauen stieg der Anteil innert eines Jahres von 21 auf 27 Prozent.