Themen: Iran Krieg, Wirtschaft/Finanzen, Klima&Energie
Regionen: International, Westasien, Russland/Eurasien
Die seit acht Monaten andauernde Kriegslage gegen Iran und Angriffe auf Energieinfrastruktur haben die weltweiten Raffineriekapazitäten stark belastet. Nach Minentreffern gerieten im Golf von Hormus mehrere Tanker in Brand; der Brent-Preis stieg innerhalb einer Woche auf 117 Dollar je Barrel. Rohölpreise hätten sich seit Kriegsbeginn verdoppelt, während Benzin, Diesel und Heizstoffe noch stärker verteuert worden seien. Laut TCS kostete Diesel durchschnittlich 2,24 Franken je Liter, gegenüber 1,78 Franken im Januar. Von der Knappheit profitieren funktionierende Raffinerien und Rohstoffhändler: BP meldete im dritten Quartal mehr als 8 Milliarden Dollar Gewinn, und ExxonMobil, Chevron, Shell sowie TotalEnergies erzielten zusammen über 56 Milliarden Dollar Nettogewinn. Auch Schweizer Handelsfirmen wie Mercuria, Centalion und Trafigura steigerten ihre Gewinne deutlich. ExxonMobil schätzt, dass Angriffe im Nahen Osten sowie Kämpfe in Russland und der Ukraine rund einen Zehntel der globalen Treibstoffproduktion ausser Betrieb gesetzt haben. Chinas geringere Exporte verschärfen den Mangel zusätzlich.