Themen: Leben, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen hat laut einer Studie von Wüest Partner in der Schweiz zur Folge, dass 20'000 bis 30'000 Haushalte weniger bestehen, als bei genügend verfügbarem Wohnraum möglich wären. In einem weniger angespannten Markt könnten es 40'000 bis 50'000 zusätzliche Haushalte sein. Besonders betroffen sind junge Erwachsene, die länger bei den Eltern bleiben oder Wohnungen teilen; auch getrennte Paare können sich mitunter keine zweite Wohnung leisten. Die Nachfrage weicht in günstigere Regionen aus. Zürich verliert netto rund 3500 Einwohnerinnen und Einwohner jährlich an andere Kantone, vor allem an Aargau, Thurgau und Schaffhausen. Von 2022 an sinkt zudem der Anteil junger Erwachsener, die allein wohnen, besonders in Zürich, Schwyz und Zug. Für 2026 erwartet Wüest Partner netto 45'000 neue Wohnungen und für 2027 50'000. Angebotsmieten lagen im dritten Quartal 2026 schweizweit 1,9 Prozent über dem Vorjahr; für 2027 wird bei neuen Verträgen ein Plus von 0,9 Prozent erwartet.