Themen: Gesundheit, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Regierungsrätin Natalie Rickli wird scharf dafür kritisiert, gegen die Leitung der Urologischen Universitätsklinik Zürich vorzugehen. Im Zentrum steht Professor Daniel Eberli, dessen Klinik laut dem Autor international hohes Ansehen geniesse und früh die fokussierte Ultraschallchirurgie bei Prostatakrebs eingeführt habe. Diese Methode soll Risiken wie Impotenz und Inkontinenz reduzieren sowie kürzere Spitalaufenthalte ermöglichen. Eberli habe zudem Zehnjahresresultate vorgelegt, die Kassenzulässigkeit der Technik in der Schweiz erwirkt und Spezialisten aus aller Welt ausgebildet. Ein von der Regierung beauftragter Untersuchungsbericht habe laut Darstellung weder medizinische Qualitätsmängel noch strafrechtlich relevante Tatbestände festgestellt. Er habe vor allem reglementarische, dokumentarische und disziplinarische Verstösse aufgezeigt. Der Autor hält mehrere Regeln für unzweckmässig, überholt oder der Klinik nicht kommuniziert und wirft der Regierung vor, eine Spitzenklinik zu beschädigen. Er befürchtet Nachteile für Patienten und für den Ruf des medizinischen Standorts Zürich.