Themen: CH-Politik, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Tagesfahrverbot an einem Abschnitt der Zürcher Langstrasse wird trotz neuer Signalisation weiterhin gleich häufig missachtet. Die Stadt installierte im Januar 2026 ein Wechselsignal für 360’000 Franken, nachdem eine unklare frühere Beschilderung innerhalb weniger Monate fünf Millionen Franken an Bussen eingebracht hatte. Die alte Signalisation wurde entfernt und automatische Kontrollen wurden gestoppt. Laut Stadtpolizei blieb die Zahl der Durchfahrten seither konstant. Weniger Bussen werden nur deshalb ausgesprochen, weil die Polizei das Verbot nach eigenen Angaben punktuell kontrolliert; mehrere Hundert Ordnungsbussen seien ausgestellt worden. GLP-Gemeinderat Sven Sobernheim fordert eine konsequente Durchsetzung und allenfalls zusätzliche Massnahmen wie Markierungen auf der Fahrbahn. SP-Gemeinderätin Anna Graff verlangt eine bessere Signalisation und häufigere Kontrollen. FDP-Präsident Përparim Avdili kritisiert sowohl das Fahrverbot als auch dessen mangelhafte Durchsetzung und bezeichnet die Verkehrspolitik als realitätsfern.