Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden
Sieben Überlebenden des Brandes von Crans-Montana wurde die von Bund und Kanton zugesagte Soforthilfe von 60’000 Franken verweigert. Anspruch darauf haben Personen, die einen Angehörigen verloren haben oder hospitalisiert wurden. Der Genfer Anwalt Robert Assaël vertritt eine Betroffene und kritisiert insbesondere das Kriterium einer Spitalübernachtung als willkürlich. Seine Klientin hätte nach seinen Angaben im Spital bleiben können, überliess ihren Platz wegen der Überlastung aber Schwerverletzten. Der Walliser Staatsrat Mathias Reynard verteidigt eine Abstufung der Unterstützung nach Situation. Auch zehn Monate nach dem Unglück seien noch junge Menschen im Spital; manche Betroffene würden lebenslange Folgen tragen. Die Ablehnung stelle den Opferstatus und das psychische Leid der Betroffenen nicht infrage. Alle nach Opferhilfegesetz anerkannten Opfer hätten Anspruch auf Unterstützung, auch finanzieller Art. Daneben habe der Kanton eine Stiftung und weitere Spezialhilfen eingerichtet.