Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Ständerat hat für die Auslandstöchter der UBS eine Eigenkapitalunterlegung von 90 Prozent beschlossen und damit einen Vorschlag seiner Wirtschaftskommission verworfen, der lediglich 50 Prozent verlangt hatte. Die restliche Absicherung sollte über AT1-Anleihen erfolgen, die im Krisenfall in Eigenkapital umgewandelt werden können. Finanzministerin Karin Keller-Sutter distanzierte sich von diesem Instrument; die Finma warnte, der Ansatz verstosse gegen internationale Standards und könne Krisen verschärfen. Auslöser der Debatte ist der Kollaps der Credit Suisse 2023, deren Übernahme durch die UBS Bund und Nationalbank mit Risiken von bis zu 250 Milliarden Franken absicherte. Die Untersuchungskommission sah auch das geringe Eigenkapital des Schweizer Stammhauses als zentralen Faktor. Selbst bei vollständiger Unterlegung hätte die UBS eine CET1-Leverage-Ratio von rund 5,6 Prozent erreicht; bei 90 Prozent fällt sie tiefer aus. Die UBS-Bilanzsumme beträgt 1,6 Billionen Franken.