Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Tessin
Romano Schäfer, ein Verwahrter in Lugano, wirft dem Gefängnis Stampa und Tessiner Justizbehörden vor, seine sprachlichen Rechte zu missachten. Er sei vor rund sieben Monaten zwangs- und strafweise ins Tessin versetzt worden und teile das von Grossräten geäusserte Misstrauen gegenüber der Justiz. Die Gefängnisdirektion handle teils nicht rechtskonform, schreibt er. Obwohl die Grundrechte gemäss Bundesverfassung in der ganzen Schweiz gälten, beantworte Stampa seine Briefe auf Italienisch; deutschsprachige Beschwerden sende die Justizabteilung unverzüglich zurück. Übersetzungen und die Installation einer Übersetzungssoftware auf seinem Mietcomputer würden verweigert. In einem weiteren Brief wird die industrielle Pouletmast als Ausbeutung kritisiert. Masthühner erreichten innert 35 Tagen ihr Schlachtgewicht, während vergleichbare Wildhühner rund sechs Jahre leben könnten. Der Verfasser fordert deshalb den Verzicht auf Tierprodukte und bezeichnet die Nutzung fühlender Tiere für Nahrung, Kleidung und Experimente als ethische Katastrophe.