Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Wirtschaftskommission des Nationalrats befasst sich mit der «Lex UBS», welche nach dem Zusammenbruch der Credit Suisse 2023 geschaffen wurde. Sie soll die ausländischen Tochtergesellschaften systemrelevanter Schweizer Banken durch höhere Eigenmittel absichern; betroffen ist allein die UBS. UBS-Chef Sergio Ermotti wurde vor der Anhörung zusammen mit Finanzministerin Karin Keller-Sutter sowie den Spitzen von Nationalbank und Finma empfangen. Keller-Sutter, Nationalbank und Finma verlangen eine Deckung von 100 Prozent mit hartem Eigenkapital. Derzeit liegt die Deckung bei 45 Prozent. Ermotti hatte sich für 50 Prozent hartes Eigenkapital und bis zu 50 Prozent AT1-Anleihen ausgesprochen. Der Ständerat beschloss im September eine Quote von 90 Prozent CET1-Kapital und Wahlfreiheit für die restlichen zehn Prozent. Als mögliche neue Variante steht eine 75-Prozent-Quote im Raum. Die Kommission dürfte erst im November Stellung nehmen.