Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesundheit, Technologie
Regionen: International, Nordamerika
Lonza kauft Merck für 350 Millionen Franken fünf pharmazeutische Produktionsstandorte in den USA ab. Die Werke in Saint-Louis, Madison, Verona und Indianapolis beschäftigen rund 1100 Personen. Damit wächst Lonzas US-Netz für Auftragsproduktion auf neun Standorte mit über 6000 Beschäftigten. Die Anlagen sollen überwiegend für Drittauftraggeber produzieren und insbesondere wachsende Bereiche wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate und andere Biokonjugate, virale Vektoren für Zell- und Gentherapien sowie fortgeschrittene Arzneimittelverabreichung bedienen. Für 2028 erwartet Lonza von den übernommenen Standorten rund 250 Millionen Franken Umsatz; die Ebitda-Marge soll zunächst unter dem Konzernniveau liegen. Zwischen 60 und 70 Prozent der Kapazitäten sind für Biokonjugate vorgesehen, je 15 Prozent für virale Vektoren und nichtvirale Verabreichungstechnologien. Der Kauf soll Mitte 2027 abgeschlossen und aus vorhandenen Mitteln sowie Kreditlinien finanziert werden. Das Aktienrückkaufprogramm bleibt laut Lonza unverändert.