Themen: CH-Politik, Klima&Energie, Technologie
Regionen: Schweiz, Tessin
Gloria Bernasconi Ghielmini kritisiert, dass Lugano trotz zunehmender Verkehrsprobleme keine klare politische Priorität zwischen privater Mobilität und öffentlichem Verkehr gesetzt habe. Die von Stadträtin Karin Valenzano Rossi erwogene Befragung der Bevölkerung erscheine als Ausweichen vor der Verantwortung des Stadtrats, über die künftige Verkehrsordnung zu entscheiden. Der heutige, vor allem auf das Auto ausgerichtete Zustand sei keine überzeugende Option, wenn die Lage als unhaltbar anerkannt werde. Neben Auto und öffentlichem Verkehr fordert Bernasconi Ghielmini, aktive Mobilität stärker einzubeziehen, insbesondere E-Bikes und Mikromobilität. Elektrische Velos könnten im Stadtverkehr konkurrenzfähige Distanzen zurücklegen. Mit einer Umverteilung von Fahrspuren und Parkplätzen lasse sich auch in dicht bebauten Gebieten Platz schaffen; als Beispiele nennt sie das ETH-Projekt E-Bike City sowie Veränderungen in Paris und Barcelona. Lugano solle Massnahmen, Prioritäten, Nutzen und notwendige Kompromisse transparent darlegen und praktikable Alternativen zum Auto schaffen.