Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Der Kanton Luzern legt für 2027 bis 2030 einen Finanzplan vor, der nach einem erwarteten Ertragsüberschuss von 22,1 Millionen Franken im Jahr 2027 jährliche Aufwandüberschüsse von 70 bis 97,8 Millionen Franken vorsieht. Der betriebliche Aufwand steigt gegenüber dem Budget 2026 von 4,29 auf 4,56 Milliarden Franken. Als wichtige Kostentreiber nennt die Regierung Gesundheit und soziale Sicherheit, darunter die einheitliche Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen sowie höhere Beiträge an die individuelle Prämienverbilligung. Vom Ausgabenwachstum ausgenommen sind politisch beschlossene Mehrausgaben für Justiz und Polizei, Mobilität und Standortförderung. Zugleich sinken die Einnahmen aus dem nationalen Finanzausgleich: Von 371 Millionen Franken 2013 sollen sie 2027 noch 49,1 Millionen betragen. Die Regierung plant Nettoinvestitionen von 291,6 Millionen Franken 2027 und bis zu 442 Millionen 2030. Für 2029 und 2030 sind noch nicht konkretisierte Sparmassnahmen von 45 beziehungsweise 60 Millionen Franken vorgesehen. Der Steuerfuss soll 2027 auf 1,40 sinken, ab 2029 aber wieder auf 1,45 steigen.