Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Mein Freund Albert

Journal B
Mein Freund Albert

Themen: Kultur/Feuilleton, Migration/Asyl, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Ein aus Damaskus stammender Autor schildert, wie Bern nach Flucht, Asylverfahren und mehreren Aufenthaltsorten in der Schweiz zu einem wichtigen Bezugspunkt für ihn und seine Frau wurde. Von Langenthal aus besuchten sie die Stadt zum Sprachenlernen und für Spaziergänge. Auf dem Weg vom Bahnhof zur Sprachschule im Freudenberg-Quartier erschloss er sich Architektur, Strassenräume und Alltagsszenen und entwickelte so eine persönliche Beziehung zur Stadt. Bei einem Besuch von Freunden führt er die Gruppe entlang der Aare und durch die Altstadt zum Einstein-Haus. Seine Gäste glauben zunächst, unangemeldet einen persönlichen Bekannten zu besuchen, bis das Museumsschild die Auflösung liefert. Im Café nach der Besichtigung wird die gemeinsame Verbindung zu Einstein zum Ausgangspunkt einer Reflexion über Exil. Einstein habe Bern nicht wegen politischer Verfolgung aufgesucht, sondern wegen Arbeitslosigkeit und akademischer Isolation. Dennoch erkennt der Autor in der Suche nach einem Ort für die eigene Leidenschaft eine Erfahrung, die Geflüchtete über Zeiten und Orte hinweg verbinden könne.

journal-b.ch

Zum Originalartikel