Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Romandie
Der Genfer Staatsrat hat einen Gesetzesvorentwurf zur umfassenden Reform der Funktionsbewertung und Entlöhnung im öffentlichen Dienst vorgestellt. Von dem Projekt G’Evolue betroffen sind rund 50'000 Mitarbeitende des Staates und öffentlicher Institutionen, darunter die Genfer Universitätsspitäler HUG. Die Grundlagen des bestehenden, als veraltet beurteilten Systems stammen aus dem Jahr 1974. Frühere Reformversuche reichen bis ans Ende des vergangenen Jahrhunderts zurück. Finanzministerin Nathalie Fontanet bezeichnete das Vorhaben als entscheidend und warnte vor einem erneuten Scheitern. Derzeit umfasst die Verwaltung mehr als 1800 Funktionen und 8000 unterschiedliche Pflichtenhefte. Das neue Modell soll diese Funktionen auf 600 reduzieren und damit die grossen Berufsfelder des öffentlichen Sektors wieder kohärenter ordnen. Besonders stärker anerkannt werden sollen Berufe in Pflege, Sozialarbeit und Sicherheit.