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«Mir graut vor dem Moment, wenn ich selber in ein Pflegeheim muss»

Hauptstadt
«Mir graut vor dem Moment, wenn ich selber in ein Pflegeheim muss»

Themen: Gesundheit, CH-Politik, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Pflegefachpersonen, Heimleiter Matthias Laich und Mitte-Grossrätin Milena Daphinoff warnen im Berner Hauptsachen-Talk vor einer Zuspitzung des Personalmangels in der Langzeitpflege. Steigende Nachfrage nach Pflegeplätzen treffe auf zu wenig Personal; Laich verlangt entschlossenere Investitionen und eine bessere Finanzierung. Céline Rüttimann kritisiert chronische Unterbesetzung und widerspricht der Aussage, dadurch sei die Patientensicherheit nicht gefährdet. Pflegende stünden in einem ethischen Konflikt: Streiks seien wegen der Verantwortung gegenüber Patientinnen und Patienten kaum möglich, zugleich führe das Durchhalten zur weiteren Belastung. Annina Bosshard beschreibt, wie kurzfristiges Einspringen Engpässe stabilisiert, ein Verzicht darauf aber Folgeschichten zusätzlich belasten kann. Sie nennt Vergütungen für kurzfristige Einsätze und Zusammenarbeit ohne ärztliche Hierarchie als mögliche Verbesserungen. Daphinoff sieht Bern bei der Ausbildungsoffensive weit, während bessere Anstellungsbedingungen auf Bundesebene noch beraten werden. Von der Neuordnung der ambulanten und stationären Finanzierung erhofft sie bis 2032 spürbare Fortschritte.

hauptstadt.be

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