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«Missbräuche verhindern», aber keine Kontrolle

PS Zeitung
«Missbräuche verhindern», aber keine Kontrolle

Themen: Leben, Ungleichheit, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Die Mietpreise in Zürich sind laut städtischer Mietpreiserhebung 2026 seit 2024 pro Quadratmeter um 3,1 Prozent gestiegen, obwohl der Referenzzinssatz zweimal gesenkt wurde. Von 2022 bis 2024 hatte der Anstieg 6,5 Prozent betragen. Gemeinnützige Wohnungen kosten typischerweise rund 1150 Franken monatlich, nicht gemeinnützige 1990 Franken; bei nicht gemeinnützigen Neubauten liegt der typische Betrag bei etwa 2910 Franken. Besonders hoch sind die Preise in Altstadt, Riesbach und Oberstrass, deutlich tiefer in Affoltern, Leimbach und Schwamendingen. Der Mieterinnen- und Mieterverband verweist schweizweit auf steigende Mieten, weniger ausgeschriebene Wohnungen unter 1500 Franken und eine Leerwohnungsziffer von 0,93 Prozent. SP und AL verlangen von der Stadt stärkere Investitionen in gemeinnützigen Wohnraum und kritisieren geplante Kürzungen. Sie wenden sich zudem gegen den Gegenvorschlag des Bundesrats zur Mietpreisinitiative, der nach Darstellung des Verbands Renditeobergrenzen lockern und Mieten stärker an die Teuerung binden würde.

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