Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Romandie
Proton, ein Genfer Technologieunternehmen mit mehr als 100 Millionen Kundinnen und Kunden, ist wegen seiner raschen Einführung künstlicher Intelligenz in eine Kontroverse geraten. Auslöser war ein Bericht von 404 Media vom 29. Oktober, der sich auf Aussagen von acht aktuellen und einem früheren Mitarbeitenden stützt. Diese schildern eine Unternehmenskultur, in der Geschwindigkeit besonders stark gewichtet werde. Proton und CEO Andy Yen äusserten sich danach mehrfach zur Affäre. In einem internen Slack-Austausch bat ein Mitarbeiter um mehr Zeit, um neuen Code zu testen. Yen bezeichnete diese Haltung als absurd und als Verlierermentalität. Schnell zu arbeiten und Sicherheit zu gewährleisten, schlössen sich nicht aus; Mitarbeitende sollten sich darauf konzentrieren, schneller zu werden. Die Debatte berührt damit auch Fragen nach dem Druck auf Beschäftigte und nach möglichem Ersatz menschlicher Arbeit durch Maschinen.