Themen: Kultur/Feuilleton, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Aargau/Solothurn
Die Ausstellung «Künstliche Kreativität» im Aargauer Kunsthaus untersucht mit 24 Positionen, wie künstliche Intelligenz in künstlerische Produktion eingebunden wird. Direktorin Katharina Ammann stellt damit auch zur Diskussion, was als Kunst gilt und welche Rolle ein Museum bei dieser Zuschreibung spielt. Die Werke beruhen auf unterschiedlichen technischen Verfahren, verlangen aber häufig menschliches Eingreifen. Der Text verbindet dies mit dem Kunstmarkt, dessen Hypes und serielle Produktion mit Mechanismen des Risikokapitals verglichen werden. Menschliche Auswahl und Einordnung können dabei auch der Maximierung von Verkaufswerten dienen. Daraus ergeben sich Fragen nach Ausbeutung menschlicher Arbeit, Datenschutz und Urheberrecht. Einzelne Arbeiten reichen über den Kunstbetrieb hinaus und thematisieren die Gefahr manipulierter Erzählungen oder erfundener Tatsachen. Die Ausstellung läuft bis 10. Januar im Aargauer Kunsthaus in Aarau.