Themen: Innen-Politik, Migration/Asyl
Regionen: International, Nordamerika
Der Supreme Court der USA hat die Staatsbürgerschaft durch Geburt mit sechs zu drei Stimmen bestätigt. Nahezu alle Kinder, die auf amerikanischem Boden geboren werden, erhalten damit weiterhin automatisch die US-Staatsbürgerschaft. Präsident Donald Trump wollte dieses Geburtsortsprinzip für Kinder von undokumentierten Einwanderern sowie von gewissen nur vorübergehend in den USA lebenden Ausländern abschaffen. Der Entscheid gilt als schwere Niederlage für ihn und beendet einen politischen und rechtlichen Versuch, der sich über mehr als zehn Jahre erstreckte. Oberrichter John Roberts erklärte im Namen des Gerichts, die Verfasser des 14. Zusatzartikels hätten das Versprechen der Staatsbürgerschaft auf jede frei geborene Person im Land ausgeweitet. Trump hatte das Thema bereits 2011 politisch zugespitzt, als er die falsche Behauptung verbreitete, Barack Obama sei in Kenia geboren und deshalb nicht zur Präsidentschaft berechtigt gewesen.