Themen: Kultur/Feuilleton, Gleichstellung
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Die Ausstellung «Träumende Dinge» im Kunsthaus Zug versammelt Werke von 21 Künstlerinnen und erkundet Nacht, Traum und Verwandlung als künstlerische Praxis. Sie verbindet Schmuck, Skizzen und Skulpturen mit Malerei, Fotografie und Videoinstallationen. Positionen der Gegenwart, etwa von Judith Albert und Maya Hottarek, treffen auf Arbeiten von Annelies Štrba, Miriam Cahn, Ilse Weber, Meret Oppenheim und weiteren Künstlerinnen bis ins frühe 20. Jahrhundert. Surrealistische Verfahren bilden einen thematischen Bezugspunkt, während die 1970er- und 1980er-Jahre einen zeitlichen Schwerpunkt setzen. Werke wie Heidi Buchers latexbehandelte Hockeyhose verhandeln Häutung und Befreiung von Konventionen und patriarchalen Strukturen. Skizzen, Briefe und weiteres Archivmaterial eröffnen biografische und assoziative Zugänge. Die Ausstellung vermeidet es, Frauen pauschal als «Träumerinnen» zu inszenieren, lässt die Spannung dieser Zuschreibung jedoch bestehen. Traum und Nacht erscheinen nicht als Wirklichkeitsflucht, sondern als Mittel, tradierte Ordnungen infrage zu stellen und Freiräume der Imagination zu bewahren.