Themen: Innen-Politik, Partei-Politik
Regionen: International, Westasien
Israels früherer sephardischer Oberrabbiner Yitzhak Yosef hat Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara in einer Predigt beleidigt und ihr göttliche Bestrafung gewünscht. Yosef ist geistlicher Führer der ultraorthodoxen Schas-Partei und bezeichnete die Juristin als böse und verrückt; Gott möge sie vernichten und ihr einen Schlag versetzen. Auslöser war Baharav-Miaras Entscheid, eine staatlich finanzierte Gedenkveranstaltung für Yosefs 2013 verstorbenen Vater Ovadia Yosef erst nach der Knessetwahl vom 27. Oktober abzuhalten. Sie begründete die Verschiebung mit dem Risiko unzulässiger Wahlwerbung. Das Religionsministerium und die Stadt Jerusalem hatten die Veranstaltung in den beiden Vorjahren mit insgesamt rund vier Millionen Schekel finanziert. Yosef forderte dazu auf, den Entscheid zu ignorieren. Die Bewegung für eine Qualitätsregierung verlangt eine strafrechtliche Untersuchung, da die Aussagen als Anstiftung zu Gewalt gegen die Generalstaatsanwältin verstanden werden könnten.