Themen: KI/Digital, Gesellschaft, Technologie
Regionen: Schweiz, Tessin
In Lugano lernen blinde und sehbehinderte Menschen an einem Kurs in Casa Andreina, Meta-Smartbrillen und ihre KI-Funktionen zu nutzen. Mit Sprachbefehlen kann die Kamera etwa Kleidungsfarben, Gegenstände oder Landschaften beschreiben und Texte vollständig vorlesen. Das erleichtert alltägliche Situationen, beispielsweise das Lesen einer Speisekarte oder von Beschriftungen an Bahnwagen. Über den in die Brillen eingebundenen Dienst Be My Eyes können Nutzende zudem Freiwillige kontaktieren. Diese sehen über die Kamera, was die hilfesuchende Person vor sich hat, und können etwa bei Orientierungsschwierigkeiten den Weg erklären. Kursleiter Patrick De Santis betont den Gewinn an Selbstständigkeit. Gleichzeitig werfen die Brillen Datenschutzfragen auf, weil andere Personen möglicherweise ohne ihr Wissen gefilmt werden. De Santis hält Regeln für alle Kamerageräte für nötig, warnt aber vor einem Verbot der Brillen: Auch Smartphones erlaubten unbemerkte Aufnahmen, während die Geräte für Menschen mit Sehbehinderung konkrete Vorteile böten.