Themen: Gesundheit
Regionen: International, Europa
«Öko-Test» hat in 52 Dosenprodukten Bisphenol A sowie die Ersatzstoffe Bisphenol S und F untersucht. 42 Produkte wurden als hoch oder sehr hoch belastet eingestuft, vier als gering belastet; zwei enthielten keine Bisphenole. Die Tester orientierten sich an der Efsa-Empfehlung von 0,2 Nanogramm BPA pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Eine Portion Maggi-Ravioli aus der Dose enthielt demnach das 833-Fache dieses Tageswerts. Auch BPS und BPF wurden häufig gefunden, obwohl für diese Stoffe noch kein entsprechender TDI besteht. Bisphenole in Lebensmittelkontaktmaterialien sind in der EU seit Januar 2025 verboten, doch Übergangsfristen erlauben weiterhin Herstellung, Befüllung und Verkauf älterer Dosen. Für viele Konserven gilt ab Januar 2028 ein umfassenderes Verbot, auch für Aussenlacke. Wegen Lagerfristen könnten BPA-haltige Dosenlebensmittel noch ungefähr bis 2034 erhältlich sein. Als mögliche Eintragsquelle gilt neben Innenbeschichtungen auch der Aussenlack von Dosen.