Themen: Bildung, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Romandie
Genf will die reformierte gymnasiale Maturität im kommenden Schuljahr mit einer ersten Kohorte einführen. Bildungsdirektorin Anne Hiltpold stellte ein Jahr nach der Präsentation erneut den Stand der Umsetzung vor. Die neue Formel geht auf die 2023 beschlossene eidgenössische Reform zurück. Zugleich reagiert sie damit auf den Widerstand eines Teils der Lehrerschaft. Die Personalversammlung der Sekundarstufe II am Collège de Genève hatte am 22. September einstimmig ein Moratorium beschlossen und verlangt mindestens einen einjährigen Aufschub. Kritisiert wird vor allem die neue Stundentafel: Geschichte fehlt im dritten Jahr, Geografie im zweiten und vierten Jahr. Zudem würden die Lektionen in den Schwerpunktfächern reduziert, während die gesamte Unterrichtszeit zunehme. Die Versammlung beanstandet ausserdem einen äusserst engen Zeitplan, fehlendes Gehör für die Lehrpersonen und lückenhafte Konsultationen.