Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, China
On Running setzte sich laut Bericht im Streit über die Voraussetzungen für das Swissness-Label mit erheblichem Druck gegen Bundesstellen durch. Das Zürcher Unternehmen wollte seine Schuhe weiterhin als schweizerisch kennzeichnen lassen, obwohl die Herkunftsvorgaben umstritten waren. Im vergangenen September drohten Führungskräfte dem Bund mit einer Staatshaftungsklage, falls On wegen des Konflikts in China Schaden erleide. Adressiert worden seien wichtige Bundesstellen und drei Bundesräte. Danach schaltete sich das dem Wirtschaftsminister Guy Parmelin unterstellte Seco ein. Der Vizechef des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum und der Leiter von Swissness Enforcement seien aus dem Fall genommen worden; zudem sei ein Interview eines zuständigen IGE-Kaders von einer Bundeswebseite entfernt worden. Bei einem Treffen im November in Zürich entspannte sich der Konflikt, anschliessend kam es zu einer Einigung. Der Beitrag kritisiert, dies schwäche Firmen, die in der Schweiz produzieren, und entwerte das Label «Swiss made».