Themen: Innen-Politik, Migration/Asyl
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Kantonspolizei Basel-Stadt führte vom 21. April bis 21. Mai 2026 gemeinsam mit Staatsanwaltschaft und Migrationsamt eine Schwerpunktaktion im unteren Kleinbasel durch. Ziel war es, Gewalt-, Vermögens- und Betäubungsmitteldelikte sowie deren Begleiterscheinungen zu reduzieren. Die Behörden kontrollierten 171 Personen und nahmen 38 fest. Unter den Festgenommenen waren 15 algerische, vier marokkanische und drei türkische Staatsangehörige sowie 16 Personen weiterer Nationalitäten. In rund drei Vierteln der Fälle war eine kantonale Ausgrenzung Anlass der Festnahme. Diese untersagt Personen ohne Kurzaufenthalts-, Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung, die öffentliche Sicherheit und Ordnung stören und nicht sofort weggewiesen werden können, den Aufenthalt in einem bestimmten Gebiet. Bei einem Verstoss verfügt das Migrationsamt die Festnahme, führt die Person dem zuständigen Kanton zu und erstattet Anzeige. Die Polizei bewertet den erhöhten Kontrolldruck als wichtigen Faktor gegen einen saisonalen Anstieg der Delikte.