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Prima che sia tardi

cdt.ch
Prima che sia tardi

Themen: Ungleichheit, KI/Digital, Demokratie

Regionen: International, International Unbestimmt

Roberto Fior sieht in der Konzentration des Vermögens eine Ursache für Proteste in Europa und warnt vor einer weiteren Verschärfung durch künstliche Intelligenz. Laut dem von ihm zitierten World Inequality Report 2026 besitzt das reichste Zehntel rund drei Viertel des weltweiten Vermögens; auf die ärmere Hälfte entfallen zwei Prozent. KI könne Arbeit ersetzen und Kapitalerträge steigern. Damit drohe die Abhängigkeit der Eliten von Beschäftigten und Konsumenten zu schwinden. Fior fordert deshalb, Eigentum breiter zu verteilen, etwa durch öffentliche Beteiligungen an KI-Unternehmen. Hinzu kommen sollen eine globale Mindeststeuer auf grosse Vermögen, menschliche Entscheidungen bei jeder Gewaltanwendung und Massnahmen gegen konzentrierte KI-Kontrolle. Demokratie und gewaltfreier Protest seien als Wege zur Austragung von Konflikten zu verteidigen. Angesichts der Schweizer Ablehnung einer Erbschaftssteuer 2025 müssten Reformen massvoll sein. Zugleich sieht Fior Chancen der KI für Medizin, Energie und Bildung; deren Nutzen zu verteilen, sei eine politische Entscheidung.

www.cdt.ch

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