Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Parlamentarische Untersuchungskommission des Baselbieter Landrats will ihren Schlussbericht zum Radicant-Debakel der Basellandschaftlichen Kantonalbank erst Ende Mai 2027 vorlegen. Ursprünglich war der Bericht Ende Dezember 2026 vorgesehen. Die seit Januar 2026 tätige PUK untersucht den Fall um die inzwischen liquidierte BLKB-Tochter, deren Debakel bis zu 190 Millionen Franken kostet. Als Gründe für die Verlängerung nennt sie verspätet übermittelte Bankunterlagen, die erst nach Verhandlungen und einer Vereinbarung unter Beizug eines PUK-Anwalts erhältlich gewesen seien. Hinzu kommen zahlreiche Anträge der anwaltlich vertretenen angehörten Personen sowie die noch ungewisse Einsicht in die parallele Finma-Berichterstattung zur Transaktion von Radicant und Numarics. Der externe Bericht von GWP wird im Dezember 2026 erwartet. Das vertrauliche PUK-Budget soll bei knapp einer Million Franken liegen; wegen mehr Personal, zahlreicher Sitzungen und 18 Hearings sind zusätzliche Kosten möglich. Umstritten bleibt zudem die Rolle von GWP wegen dessen früherem Gutachten für den BLKB-Konzern.