Themen: Wirtschaft/Finanzen, Kultur, Leben
Regionen: Schweiz, Tessin
Christie’s verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 bei Uhrenauktionen in Genf, New York und Hongkong 20,6 Prozent weniger Lose, zugleich aber je nach Auktionsform 31,2 bis 40,8 Prozent höhere Erlöse als im Vorjahr. Laut Remi Guillemin, dem europäischen und amerikanischen Uhrenchef des Auktionshauses, kaufen Sammler nicht mehr primär ganze Markenprogramme. Entscheidend seien einzelne Referenzen, handwerkliche Qualität und Veredelung. Unabhängige Uhrmacher erzielten zunehmend Spitzenpreise: Ein Tourbillon von F.P. Journe wurde im Mai für 2,439 Millionen Franken verkauft. Bei Millennials sind Neo-Vintage-Uhren der 1980er- bis 2000er-Jahre gefragt, die einst unerschwinglich waren und heute als selten gelten. Zertifizierte Gebrauchtuhren dürften das Vertrauen und die Preise weiter stärken. Im Tessin verbindet sich italienische Vintage-Affinität mit Interesse an zeitgenössischer Schweizer Uhrmacherei; Christie’s plant am 26. und 27. Oktober Bewertungstage in Lugano.