Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur, Romandie
Revidierte Berechnungen des Bundesamts für Statistik verschieben den Blick auf die wirtschaftliche Gewichtung der Kantone. Die zusammengezählten Bruttoinlandprodukte von Waadt und Genf erreichen 168 Milliarden Franken und liegen damit knapp über Zürichs BIP von 167 Milliarden. Die Zahlen widersprechen dem verbreiteten Klischee einer wirtschaftlich trägen Romandie. Zwischen 2011 und 2024 stieg das Genfer BIP um 34 Prozent, jenes der Waadt um 25 Prozent. Auch Wallis, Neuenburg und Jura verzeichneten Zuwächse von 10, 32 beziehungsweise 20 Prozent. Zürich, lange als wirtschaftliches Zentrum der Schweiz bezeichnet, stagnierte im selben Zeitraum weitgehend: Seine Wirtschaftsleistung nahm lediglich um 2 Prozent zu. Der Methodenwechsel macht damit den Genferseebogen als zweiten wirtschaftlichen Schwerpunkt der Schweiz sichtbarer.