Themen: CH-Politik, Geopolitik, Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa
Roger de Weck plädiert angesichts des Drucks durch China, Russland und die USA für engere Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Der frühere SRG-Generaldirektor verteidigt die bilateralen Verträge und verweist auf den europäischen Binnenmarkt und die Personenfreizügigkeit. Die anhaltende EU-Feindlichkeit eines Teils der Schweizer Politik schwäche die Verhandlungsposition der Schweiz. De Weck fordert zudem einen stärkeren Schweizer Beitrag zur Sicherheit und Unabhängigkeit Europas. Er kritisiert, dass bürgerliche Parteien tiefere Steuern einer stärkeren Armee vorziehen, und hält linken Pazifismus angesichts von Wladimir Putin für widersprüchlich. In seinem Essay «Glanz und Elend der Konservativen» sieht er gemässigte Konservative als wichtige Kraft gegen die extreme Rechte. Die deutsche CDU habe ihr mobilisierendes politisches Projekt verloren; Parteien der Mitte-rechts schwächten sich, wenn sie die Migrationspolitik der extremen Rechten nachahmten. Die Entwicklung der SVP vergleicht er mit der Radikalisierung der US-Republikaner.