Themen: Gesundheit, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden, International, Europa
Der Bundesrat verzichtet ausserordentlich darauf, von Italien die Behandlungskosten für zwölf italienisch versicherte Opfer des Brandes von Crans-Montana zurückzufordern. Die Betroffenen wurden nach dem Feuer vom 1. Januar 2026 zunächst in der Schweiz behandelt und danach in italienische Spitäler verlegt. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Franken. Der Entscheid vom 4. November 2026 wird mit dem Ausmass und den Folgen der Katastrophe sowie mit Italiens Unterstützung begründet. Umgekehrt wurde ein in der Schweiz versichertes Opfer in Italien behandelt. Die italienische Regierung hatte vorgeschlagen, dass beide Staaten gegenseitig auf Rückforderungen für Versicherte des jeweils anderen Landes verzichten. Bis zu einer Einigung hatte die gemeinsame Einrichtung KVG ihre Forderung gegenüber dem italienischen Gesundheitsministerium vorübergehend ausgesetzt.