Themen: CH-Politik, Krieg&Frieden, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa
Rheinmetall-Tochterfirmen und ein Joint Venture erhielten 2025 laut der Auswertung von Seco-Daten Exportbewilligungen für Kriegsmaterial im Umfang von 1,96 Milliarden Franken. Das entspricht 71 Prozent der insgesamt bewilligten 2,77 Milliarden Franken und macht den deutschen Konzern zum klar dominierenden Akteur der Schweizer Rüstungsbranche. Über 98 Prozent des Exportvolumens entfielen auf elf Firmen; nur B&T in Thun und Hartchrom in Steinach haben von diesen ihren Hauptsitz in der Schweiz. Rheinmetall Air Defence in Zürich erhielt allein Bewilligungen von über 1,6 Milliarden Franken für Flugabwehrsysteme. Zum Schweizer Portfolio gehören zudem RWM Schweiz in Studen, RWM Zaugg sowie die gemeinsam mit Ruag betriebene Nitrochemie Wimmis. Die zur Abstimmung stehende Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes würde nach dieser Einschätzung besonders Rheinmetalls Geschäftsmöglichkeiten erweitern. Der Konzern profitierte seit dem russischen Angriff auf die Ukraine stark von der deutschen Aufrüstung.