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Russe in Zug fordert Freispruch – Gläubiger sind empört

Zentralplus
Russe in Zug fordert Freispruch – Gläubiger sind empört

Themen: Innen-Politik, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Ein russischer Rohstoffhändler fordert vor dem Zuger Strafgericht einen vollständigen Freispruch. Ihm wird vorgeworfen, Millionenbeträge vor Gläubigern verborgen zu haben. Seine Verteidigung erklärt Zahlungen an eine Briefkastenfirma auf den Seychellen als regulären Aktienkauf und nicht deklarierte Forderungen als Folge von Verständigungsproblemen wegen seiner schlechten Deutschkenntnisse. Im Zentrum steht eine Kohlemine in Sibirien, die ihm 2019 nach Darstellung seines Anwalts von einer staatsnahen russischen Bank für einen symbolischen Rubel abgenommen worden sei. Die behauptete Enteignung habe ihm zwar sein Lebenswerk genommen, doch er habe mit einer Entschädigung gerechnet und sich deshalb weiterhin als vermögend betrachtet. Seine Ehefrau, die wegen Gehilfenschaft angeklagt ist, verlangt ebenfalls Freispruch und bestreitet Kenntnis der Schulden. Vertreter der Privatkläger widersprechen: Die Mine sei unerheblich, die Seychellen-Transaktion ohne Sicherheiten ein Versuch, Geld verschwinden zu lassen. Der Prozess wird für Übersetzungen und Protokolle vertagt.

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