Themen: Innen-Politik, Technologie, Leben
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Lukas Fierz verpasste wegen eines verspäteten Busses in Zürich-Stadelhofen seine S9 nach Rafz, für die er ein gültiges Ticket gekauft hatte. Die SBB-App schlug ihm als nächste Verbindung die S11 über Winterthur-Andelfingen vor. Bei einer Kontrolle fehlte für diese Route eine Zone im Wert von 1.10 Franken. Der Kontrolleur erklärte den Fahrausweis für ungültig, verlangte 75 Franken und veranlasste einen Eintrag ins Schwarzfahrerregister. Reklamationen bei SBB, ZVV und Ombudsstelle führten zunächst lediglich zu einer Halbierung der Forderung. Nach einem Gang zum Friedensrichter konsultierte der ZVV das Bundesamt für Verkehr. Dieses befand die Forderung als nicht rechtmässig: Schlage die App nach einem Anschlussbruch eine Verbindung mit zusätzlichen Zonen vor, liege der Fehler nicht beim Reisenden. Fierz fordert nun 2’000 Franken Umtriebskosten von der SBB und will diese spenden.