Themen: CH-Politik, Krieg&Frieden, Technologie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Kriege gegen die Ukraine und den Iran haben die Bedeutung von Drohnen in der Kriegführung erneut ins Zentrum gerückt. Der Autor erinnert daran, dass die Schweizer Armee Modellflugzeuge bereits im Kalten Krieg als mögliche terroristische Bedrohung einschätzte. Für den Schutz internationaler Tagungen sei deshalb sogar die Aufstellung von 20-Millimeter-Fliegerabwehrkanonen auf Dächern diskutiert und vorbereitet worden. Die 1954 eingeführte Oerlikon-Bührle Flab Kan 54 erreichte laut Darstellung 1000 Schuss pro Minute und eine effektive Reichweite von 1500 Metern; bis 1997 habe die Schweiz rund 1540 solcher Geschütze besessen. Ergänzt worden sei die Luftabwehr durch Stinger- und Rapier-Lenkwaffen sowie 35-Millimeter-Kanonen. Mit diesem Bestand wäre laut Autor auch heute eine wirksame Drohnenabwehr möglich. Ab 1997 seien die leichten Fliegerabwehrkanonen ausser Dienst gestellt und zusammen mit weiteren Systemen verschrottet oder verkauft worden. Er kritisiert VBS und Armasuisse, sieht Milliardenwerte vernichtet und verlangt eine Untersuchung ihrer Verantwortung.