Themen: CH-Politik, Innen-Politik, Technologie
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Zürcher Verwaltungsgericht hat die Projektfestsetzung für die Umgestaltung der Kraftstrasse zwischen der Tramhaltestelle Fluntern und dem Toblerplatz aufgehoben. Die Stadt Zürich wollte bergauf eine Baumallee und einen breiten Veloweg schaffen; das Tram hätte die Fahrspur mit Autos teilen sollen. Anwohnende befürchteten, dass die Strasse und damit der Lärm näher an ihre Häuser rücken würden, und erhoben Beschwerde. Das Gericht beanstandet in seinem Urteil vom 9. Juli eine Verletzung der Koordinationspflicht. Die im Richtplan vorgesehene rasche Veloroute zum Zoo entbinde die Behörden nicht davon, eine mögliche Senkung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h als Lärmsanierung zu prüfen. Der grundlegende Mangel führe zur Aufhebung des Projekts. Der Kanton Zürich hatte die Stadt und Verkehrsstadträtin Simone Brander unterstützt. Nach einem früheren Streit um einen Velostreifen am Neumühlequai ist dies eine weitere juristische Niederlage für Brander.