Themen: Gesundheit, Technologie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Umweltchemiker Fritz Zürcher warnt vor umstrittenen Enthärtungsanlagen für Trinkwasser. Nach seiner Einschätzung machen die wenigsten Anlagen das Wasser nachweislich weicher; einzelne könnten sogar die Gesundheit gefährden. Wasserhärte bezeichnet den Anteil gelöster Mineralien, insbesondere Kalzium und Magnesium, im Trinkwasser. In der Schweiz wird sie in französischen Härtegraden gemessen. Wasser mit 0 bis 15 Grad französischer Härte gilt als weich, Werte von 15 bis 25 als mittelhart, von 25 bis 32 als ziemlich hart und von 32 bis 42 als hart. Über 42 Grad gilt Wasser als sehr hart. Hartes Wasser ist nicht grundsätzlich nachteilig: Sein hoher Mineralgehalt kann gesundheitlich vorteilhaft sein und prägt den Geschmack. Der Befund stellt damit die verbreitete Annahme infrage, Enthärtung verbessere Trinkwasser in jedem Fall.