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Wohnungsnot in Zug: Warum alle Rezepte Mietern wenig bringen

Zentralplus
Wohnungsnot in Zug: Warum alle Rezepte Mietern wenig bringen

Themen: Leben, CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Im Kanton Zug sind gemäss einer Statistik von WüestPartner nur sechs Prozent der Wohnungen für netto höchstens 2000 Franken monatlich erhältlich. Dolfi Müller wertet dies als Folge hoher Bodenpreise und einer kaufkräftigen, teils aus dem Ausland zuziehenden Mieterschaft. Er bezweifelt, dass beschleunigte Baubewilligungen oder das Vertrauen auf Marktkräfte die Mieten ausreichend senken; schweizweit seien trotz 52'000 neuer Wohnungen die Mieten gestiegen. Wohnbeihilfen der GLP kämen seiner Ansicht nach vor allem tiefen Einkommen zugute und lösten das Problem des Mittelstands nicht. Die geplante Zuger «Weisse Zone» kritisiert er als rechtlich kompliziert und wenig verbindlich. Zwar verlangt der Regierungsrat dort mindestens 40 Prozent bezahlbare Wohnungen und gewährt dafür 10 Prozent mehr Ausnützung, doch Müller erwartet geringe Wirkung. Er plädiert für verbindliche Quoten, einen Wohnfonds und ein Vorkaufsrecht der öffentlichen Hand. Als positives Beispiel nennt er 280 preisgünstige Wohnungen der Korporation Zug in der Schliffi.

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