Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Tessin
Migros Ticino soll im Rahmen der geplanten Einheitsgenossenschaft stärker von gemeinsamen Investitionen und einer zentraleren Organisation profitieren. Direktor Mattia Keller erwartet nach eigenen Angaben keine grundlegenden Änderungen für Supermärkte und Filialpersonal. Die regionale Verankerung bei Sortiment und Beschaffung sowie die Kontakte zu lokalen Produzenten sollen erhalten bleiben. Die neue Struktur soll jedoch Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau des Verkaufsnetzes erleichtern, die Effizienz steigern und langfristig Arbeitsplätze sichern. Bis zum 30. Juni 2028 seien keine Veränderungen vorgesehen. Danach würden vor allem in der Verwaltung Doppelspurigkeiten entstehen; Migros wolle diese über Pensionierungen und interne Versetzungen bewältigen. Keller verweist auf den Einkaufstourismus und die Konkurrenzsituation im Grenzkanton, durch die Migros Ticino allein nicht genügend kritische Grösse für einen unabhängigen Betrieb erreiche. Die 2,3 Millionen Migros-Mitglieder können über die Reform abstimmen. Bei einer Ablehnung müsste das Projekt überarbeitet und erneut vorgelegt werden.