Themen: Gesundheit, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Nik Petronijevic berichtete vor einem Publikum von über zehn Jahren mit Angstzuständen und Panikattacken. Er fürchtete zeitweise alltägliche Situationen wie Busfahrten oder Einkäufe und zog sich während der Arbeit auf die Toilette zurück, um Attacken zu verbergen. Als Konzertveranstalter konnte er seinen Alltag schliesslich nicht mehr bewältigen, verlor seine Stelle und lebte vier Jahre von Sozialhilfe. Im Gespräch mit Matthias Boss schilderte Petronijevic auch ein tief verankertes Gefühl der Wertlosigkeit und Schwierigkeiten, Komplimente anzunehmen. Heute sei ihm die genaue Diagnose, etwa eine generalisierte Angststörung, weniger wichtig. Entscheidend sei, die eigenen Trigger zu kennen und mit depressiven Gedanken umgehen zu können. Therapie, passende Medikamente und Selbstfürsorge hätten ihm geholfen. Trotz der Angst, von anderen beurteilt zu werden, trat er vor rund 90 Menschen auf und sprach offen über seine Erfahrungen.