Themen: Gesundheit, Leben
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Naturpool des Winterthurer Schwimmbads Geiselweid ist vorläufig geschlossen, nachdem das kantonale Labor einen zu hohen Wert von Pseudomonas aeruginosa gemessen hat. Der gesetzliche Grenzwert von zehn Bakterien pro 100 Milliliter Badewasser wurde laut Kantonschemiker Martin Brunner ungefähr um das Zehnfache überschritten. Das Bakterium gilt als Spitalkeim, kann gegen verschiedene Antibiotika resistent sein und teilweise Desinfektionsmittel überleben. Brunner stuft das gesundheitliche Risiko bei den festgestellten Mengen dennoch als sehr gering ein. Bei biologisch aufbereiteten Naturpools könnten hohe Temperaturen und von Badegästen eingetragene Keime die Vermehrung rasch begünstigen. Anders als in herkömmlichen Becken wird im Naturpool kein Chlor eingesetzt. Der Betrieb gab Frischwasser zu, um das Becken abzukühlen und die Konzentration zu senken. Eine neue Probe wurde am Freitag ins Labor gebracht; die Resultate werden kurzfristig erwartet. Das Geiselweid untersucht das Wasser selbst alle drei Wochen, das kantonale Labor entnimmt zusätzlich ein bis zwei Proben je Saison.